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Meilenstein: Fabric Loop veröffentlicht die Roadmap 2035

  • vor 8 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Fabric Loop zeigt mit der Roadmap 2035 transparent auf, welche Schritte in den nächsten Jahren nötig sind, um die ambitionierten Ziele für 2035 zu erreichen. Die Roadmap wurde in einem Multi-Stakeholder-Prozess erarbeitet und bündelt die Perspektiven der beteiligten Akteure.



Die Schweiz hat einen Plan für den Übergang von einem linearen Handelssystem für Textilien hin zu einem Kreislaufsystem. In einem breit abgestützten Multi-Stakeholder-Prozess, initiiert von Fabric Loop, haben in den vergangenen Monaten zahlreiche Stakeholder mitgewirkt – von Sammel-Organisationen über Produzierende bis zu VertreterInnen der öffentlichen Hand.


Das Ziel ist klar: eine funktionierende Kreislaufwirtschaft für Textilien. Dafür soll eine Branchenorganisation aufgebaut werden, die Reuse, Repair und Recycling in der Schweizer Textilbranche koordiniert und umsetzt.


Transparenz als zentraler Pfeiler

Die Veröffentlichung der Roadmap ist ein erster Schritt hin zu einem transparenten Sammel- und Verwertungssystem. «Wir möchten von Beginn an offen aufzeigen, wie wir vorgehen und wo Chancen und Hürden liegen.», so Simone Alabor, Geschäftsführerin von Fabric Loop. «Denn Transparenz ist die wichtigste Währung für ein glaubwürdiges und sinnvolles Kreislaufsystem für Textilien.» Fabric Loop wird in drei Phasen vorgehen: Die Übergangsphase, welche bis zur operativen Inbetriebnahme dauert, legt den Fokus auf die Gestaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen und die Klärung der operativen Details. Mit der Aufnahme der operativen Tätigkeit startet die Phase Inbetriebnahme, in der das bisherige System nahtlos in das neue System überführt und ein hohes Qualitätsniveau etabliert wird. Anschliessend werden in der Phase Skalierung Innovationen umgesetzt und gesammelte Textilien vermehrt in hochwertige Verwertungskanäle geschleust, so dass 2035 die hoch gesteckten Ziele erreicht werden können.


Aufbauarbeit für die Kreislaufwirtschaft für Textilien

Die Roadmap zeigt: Für den Aufbau der Kreislaufwirtschaft ist noch viel Arbeit nötig. Eine Sortierung in der Schweiz existiert heute nur in wenigen Fällen. Zudem ist sie darauf ausgerichtet, lediglich Reuse zu ermöglichen, während das Faser-zu-Faser Recycling nicht berücksichtigt wird. Das ist für AnlagebetreiberInnen ein Problem, denn sie sind auf verlässlichen Materialinput für ihre Anlagen angewiesen. So meint auch Samantha Anderson, CEO vom Cleantech-Unternehmen DePoly, die Polyester-Textilien recyceln könnten, dass Fabric Loop «…unsere Skalierung auf vielfältige Weise unterstützt, indem es für Rohstoffsicherheit sorgt, auf unsere Bedürfnisse abgestimmte Rohstoffe bereitstellt und Investitionssicherheit für Anlagenbetreiber in der gesamten Kette schafft.»


Eine Verwertung von 60% des Abfallaufkommens wird nur möglich, wenn mehr Textilien gesammelt und transparente Wege für Reuse und Recycling aufgebaut werden. Pilotprojekte helfen zusätzlich, Lücken in der Wertschöpfungskette systematisch zu schliessen.


Damit externe Dienstleister die Anforderungen von Fabric Loop erfüllen, wird zudem ein umfassender Anforderungskatalog erarbeitet. Er dient als Grundlage für die zukünftige Zertifizierung.

 

«Die Herausforderung – und somit auch die Lösung – ist systemischer Natur. Deshalb haben wir von Swiss Textiles Fabric Loop initiiert, und setzen uns dafür ein, dass alle gemeinsam mitziehen.»

Voraussetzung für die Umsetzung von Fabric Loop: Alle ziehen mit

«Die Herausforderung – und somit auch die Lösung – ist systemischer Natur. Deshalb haben wir von Swiss Textiles Fabric Loop initiiert, und setzen uns dafür ein, dass alle gemeinsam mitziehen.», so Nina Bachmann, Präsidentin von Fabric Loop und Mitglied der Geschäftsleitung von Swiss Textiles. Entsprechend zeigt die Roadmap auf, dass für die Umsetzung sämtliche Marktteilnehmer das neue System mitfinanzieren müssen. Damit auch Online-Plattformen mitziehen ist die Umsetzung der Motion von Nationalrätin Regine Sauter und daraus resultierend der Erlass einer Textil-Recycling-Verordnung nötig.


Fabric Loop freut sich über die breite Unterstützung bei der Erarbeitung der Roadmap. Es zeigt, dass das Bedürfnis für eine Kreislauflösung in der Textilbranche unverändert ist und bestärkt Fabric Loop in seiner Arbeit.



 
 

Kontakt: Verein Fabric Loop, c/o Swiss Textiles, Beethovenstrasse 20, 8022 Zürich, hello@fabric-loop.ch

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